SEO vs Design: Webdesigntipps zur Benutzerfreundlichkeit
Als Webdesigner mache ich immer wieder die Erfahrung, dass ein Webdesign mit vielen Bildern und wenig Text die gewünschte Zustimmung bei meinen Webdesignkunden bringt.
Als SEO (Suchmaschinenoptimierer) hat man allerdings gelernt, dass Suchmaschinen gerne mit Text gefüttert werden möchten.
Es besteht also ein Konflikt zwischen Design vs SEO, der gelöst werden möchte.
Aus der Sicht des Endverbrauchers bzw. des Internet-Surfers kann ich durchaus verstehen, warum viel Text, als unverdauter Brocken eher abstoßend ist.
Beim Surfen durch das Internet verwendet die meisten Leute Google, um auf unterschiedliche Webseiten zu gelangen.
Der Surfer besucht eine Webseite nach der anderen. Und wenn er gerade von Webseiten gekommen ist, die ihn mit unnötigen Informationen zugeballert haben, dann ist er sicherlich heilfroh, wenn er mal einen Internetauftritt mit paar schönen oder witzigen Bildern sehen kann und er auf einen Schlag erkennen kann worum es geht, z.B. anhand von gut geliedertem Text.
Um aber zu vermeiden, dass die Suchmaschinen zu wenig Text bekommen, sollte man das Webdesign so umsetzten, dass die Besucher nicht vergrault werden und die Suchmaschinen trotzdem Ihre Nahrung bekommen. Hier spielt die Kunst mit ein, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.
Grafisch könnte man den Text auf der Webseite mit schönen und thematisch passenden Symbolen oder Bildern auflockern. Unwichtiger Text sollte definitiv kleiner gehalten und weiter unten platziert werden. Wichtiges kann man mit Fettschrift und einer größeren Schriftart hervorheben, jedoch so, dass alles gut zusammenpasst.
Die Auswahl der Bilder sollte definitiv ansprechend sein und eine Botschaft vermitteln. Gerade wenn man es witzig macht, kann man die Lust des potentiellen Kunden steigern, die Werbebotschaft zu empfangen.
Die folgende SEO-Agentur aus Edmonton, Kanada hat das gut umgesetzt:
Texte und Bilder passen hier gut zueinander. Es fällt fast gar nicht auf, dass die Seite sehr viel Informationen vermittelt. Man spricht von guter Website-Usability oder auf deutsch Webseiten-Benutzerfreundlichkeit.
Kategorie: Design, Marketing, SEO 3 Kommentare »


am 19. August 2008 um 17:01 Uhr | #
Grundsätzlich kann man das ganze aber umgehen, indem man eine zusätzliche Textnavigation einrichtet. Man muss nur darauf achten, dass die Textnavigation innerhalb des Quelltextes vor der Bild-Navigation steht, da nur der erste Inhalt eines Links für die Keywords gezählt wird.
am 25. August 2008 um 13:09 Uhr | #
Danke, ein Artikel, der das grundlegende Dilemma trifft. Lösbar ist es dann, wenn der SEO auch das Projektmanagement macht und den Grafiker verständlich briefen kann. Problematisch dann, wenn der SEO nur als Erfüllungsgehilfe verstanden wird und erst am Ende grafiklastiges optimieren soll.
am 11. September 2008 um 10:40 Uhr | #
Typografie ist einer der wichtigsten Stichworte in diesem Zusammenhang. Ist wichtig, sich als Webdesigner damit zu beschäftigen. Man sollte sich auch immer Gedanken machen über ein AUSGEWOGENES Verhältnis zwischen Bild und Text, nicht jedem User gefällt es, wenn zu viel Bildmaterial auf der Seite erscheint.