7. Januar 2009 - 1:47:45 Uhr
Was braucht man, um Webdesigner zu sein? Welche Ausbildung wird wo und von wem angeboten? Was unterscheidet den Profi vom Anfänger? Wie sehen die Zukunftschancen für Webdesigner aus? Wie sieht der Tagesablauf eines Webdesigners aus?
Um Webdesigner zu sein brauch es keiner geprüften staatlichen Qualifikation. Zur Zeit kann sich jeder so nennen, der das möchte.
Wer vorhat diesen Beruf auszuüben, sollte sich selbst fragen, ob er:
a) das stundenlange Arbeiten am Computer mag
b) ein guten Sinn für Ästhtetik hat
c) kompliziertere Zusammenhäng verstehen kann (z.B. im Programmiercode)
d) fähig zur Selbst- bzw. Fremdkritik ist (z.B. um ein Design zu verbessern)
Wer diese Voraussetzungen mehr oder weniger erfüllt und Webdesigner werden möchte, sollte mit einer praxisbezogenen Ausbildung beginnen.

Es gibt in Deutschland verschiedene Ausbildungs-Angebote von Universitäten, Fachhochschulen, Akademien, Schulen und Fernkursanbietern.
Für einen gut klingenden Titel kann man Kommunikationsdesign bzw. Mediengestaltung an einer Universität/Hochschule studieren (z.B. Essen, Wuppertal, Stuttgart, Berlin, Weimar, Leipzig, Bielefeld, Augsburg, München, Würzburg, Potsdam, Bremen, Hamburg, Darmstadt, Kassel, Offenbach, Braunschweig, Dortmund, Duisburg/Essen, Köln, Halle (Saale), Leipzig, Saarbrücken, Mainz und bei viele weitere. Als Abschluß winkt ein Titel wie z.B. Diplom Kommunikationsdesigner.
Zu beachten wäre jedoch, dass Studiengänge wie Mediengestaltung oder Kommunikationsdesign Studiengänge sind, die viele Aspekte behandeln, die ein Webdesigner nicht unbedingt benötigt.
Neben dem Wissen für das Designen von Webseiten, eignet man sich auch unnötiges Wissen an. Z.B. in den Bereichen: Printmedien (Bücher, Plakate, Zeitschriften, Broschüren, usw.), Film, Fernsehen, Radio, Ausstellungen etc.
Natürlich kann einem das Wissen nutzen, aber es wäre wahrscheinlich zeitsparender, sich auf die wirklich wichtigen Aspekte zu konzentrieren, wie z.B. auf Programmierung (PHP, Java, Html etc.).
Empfehlenswert ist der Besuch an speziellen Webdesignschulen, Kursen und Seminaren, die sich Schwerpunktmäßig auf Webdesignthemen konzentrieren.
In jeder größeren Stadt gibt es Schulen und Akademien die man besuchen kann, um eine grundlegende Ausbildung zu erhalten.
Ich empfehle, sich Wissen für folgende Computer-Programme anzueignen:
- Adobe Dreamweaver (Programm zur Erstellung von Webseiten)
- Adobe Flash (Programm zur Erstellung von Animationen in Webseiten)
- Adobe Photoshop (Programm zur Bearbeitung von Bildern und zur Erstellung von Bildeffekten)
- Adobe Illustrator (Programm für die Erstellung und Bearbeitung von Vektorgrafiken)

Letztendlich sollte man sich vor allem mit dem Erstellen und dem Bearbeiten von Webseiten, Grafiken und Animationen auskennen.
Webseiten bestehen haupsächlich aus Texten, der Menüführung, Grafiken und Animationen.
Alles weitere spielt eine Nebenrolle und kann später erlernt werden. Z.B. das Nutzen von Content Management Systemen wie Drupal, Joomla oder TYPO3, das Arbeiten mit Datenbanken, Programmieren von Skripten (Java, Php etc.),
Man sollte sich den größten Teil des Wissens durch Büchern und aus dem Internet aneignen z.B. unter Zuhilfenahme von Internet-Foren und Tutorials.
Nachdem man sich das notwendige Wissen angeeignet hat, kann man gleich loslegen. Entweder bewirbt man sich direkt bei Firmen oder gestaltet als selbstständiger Webdesigner Internetauftritte für Unternehmen.
Den Profi-Internetdesigner unterscheidet sich vom Anfänger insoweit, dass der er Webseiten mit klaren zueinander passenden Formen und Farben gestaltet. Ein Profi erstellt Webseiten schnell und gekonnt. Die verwendetet Bilder sind hochwertig und passend; die Benutzerführung (Navigation) einladend und einfach; die Textgebung ist übersichtlich und ansprechend; Schriften sind passend und gut lesbar; die Bereiche der Webseite sind eindeutig und sinnvoll gegliedert; Animationen sind effektvoll aber nicht zu kitchig.
Ein professioneller Internetdesigner denkt auch an die Benutzerfreundlichkeit: D.h. die Seite sollte angemessen schnell laden, auf unterschiedlichen Systemen und Bildschirmeinstellungen ähnlich aussehen, keine Ladefehler aufweisen etc.
Zusammenfassend sollte der Profi Internetauftritte erstellen, die sich (in Bezug auf Ästhetik) mit Webseiten der Marktführern in der jeweiligen Branche messen lassen.
Jeder der professionell Arbeiten kann, hat gute Zukunftsaussichten.
Allgemein gesehen, sehen die Zukunftsaussichten für Webseitenersteller nicht unbedingt schlecht aus. Immer mehr Firmen drängen ins Internet. Mehr und mehr Firmen weiten Ihr Internetgeschäft aus. Webdesigner werden benötigt.
Wenn man sich gut ausbildet und sich erfolgreich bekannt macht, hat man gute Chancen seinen Lebensunterhalt mit diesem Beruf zu verdienen.
Wenn man sich bei Internetagenturen bewirbt, wird man vielleicht erst ein Praktikum absolvieren müssen und vielleicht nicht übernommen, aber wenn man am Ball bleibt oder bereits ein sehr guter Designer ist, hat man gute Chancen, seinen Traum wahr werden zu lassen.

Zwar arbeitet man manchmal als selbstständiger Webdesigner bis spät in die Nacht hinein (siehe Bild), aber weil es eine kreative Tätigkeit ist, verfliegt die Zeit und man merkt die Stunden kaum.
Der normale Tagesablauf sieht in etwa so aus, dass man
- Kundengespräche führt
- grob die Stilrichtung für das kommende Webdesign festlegt
- ein Gerüst für die Webseite herstellt
- ggf. Bilder bei einer Bildagentur auswählt
- Animationen erstellt
- ggf. programmiert oder bereits erstellten Programmiercode anpasst oder verknüpft
- Bilder bearbeitet
- Rücksprache mit dem Kunden führt
- sich gelegentlich fortbildet
Bei größeren Agenturen könnte es sein, dass man sich die Arbeit teilt. Jemand ist dann z.B. für die Animationen zuständig und ein anderer für die Bilder.
Im Großen und Ganzen kann die Arbeit viel Spaß macht. Man lernt viele Interessant Menschen und Unternehmen kennen; man arbeitet kreativ und man kann sich fortlaufend verbessern.