Webdesigner – Die Ausbildung und der Beruf
Was braucht man, um Webdesigner zu sein? Welche Ausbildung wird wo und von wem angeboten? Was unterscheidet den Profi vom Anfänger? Wie sehen die Zukunftschancen für Webdesigner aus? Wie sieht der Tagesablauf eines Webdesigners aus?
Um Webdesigner zu sein brauch es keiner geprüften staatlichen Qualifikation. Zur Zeit kann sich jeder so nennen, der das möchte.
Wer vorhat diesen Beruf auszuüben, sollte sich selbst fragen, ob er:
a) das stundenlange Arbeiten am Computer mag
b) ein guten Sinn für Ästhtetik hat
c) kompliziertere Zusammenhäng verstehen kann (z.B. im Programmiercode)
d) fähig zur Selbst- bzw. Fremdkritik ist (z.B. um ein Design zu verbessern)
Wer diese Voraussetzungen mehr oder weniger erfüllt und Webdesigner werden möchte, sollte mit einer praxisbezogenen Ausbildung beginnen.
Es gibt in Deutschland verschiedene Ausbildungs-Angebote von Universitäten, Fachhochschulen, Akademien, Schulen und Fernkursanbietern.
Für einen gut klingenden Titel kann man Kommunikationsdesign bzw. Mediengestaltung an einer Universität/Hochschule studieren (z.B. Essen, Wuppertal, Stuttgart, Berlin, Weimar, Leipzig, Bielefeld,  Augsburg, München, Würzburg, Potsdam,  Bremen, Hamburg, Darmstadt, Kassel, Offenbach,  Braunschweig, Dortmund, Duisburg/Essen, Köln, Halle (Saale), Leipzig, Saarbrücken, Mainz und bei viele weitere. Als Abschluß winkt ein Titel wie z.B. Diplom Kommunikationsdesigner.
Zu beachten wäre jedoch, dass Studiengänge wie  Mediengestaltung oder Kommunikationsdesign Studiengänge sind, die viele Aspekte behandeln, die ein Webdesigner nicht unbedingt benötigt.
Neben dem Wissen für das Designen von Webseiten, eignet man sich auch unnötiges Wissen an. Z.B. in den Bereichen: Printmedien (Bücher, Plakate, Zeitschriften, Broschüren, usw.),  Film, Fernsehen, Radio, Ausstellungen etc.
Natürlich kann einem das Wissen nutzen, aber es wäre wahrscheinlich zeitsparender, sich auf die wirklich wichtigen Aspekte zu konzentrieren, wie z.B. auf Programmierung (PHP, Java, Html etc.).
Empfehlenswert ist der Besuch an speziellen Webdesignschulen, Kursen und Seminaren, die sich Schwerpunktmäßig auf Webdesignthemen konzentrieren.
In jeder größeren Stadt gibt es Schulen und Akademien die man besuchen kann, um eine grundlegende Ausbildung zu erhalten.
Ich empfehle, sich Wissen für folgende Computer-Programme anzueignen:
- Adobe Dreamweaver (Programm zur Erstellung von Webseiten)
- Adobe Flash (Programm zur Erstellung von Animationen in Webseiten)
- Adobe Photoshop (Programm zur Bearbeitung von Bildern und zur Erstellung von Bildeffekten)
- Adobe Illustrator (Programm für die Erstellung und Bearbeitung von Vektorgrafiken)
Letztendlich sollte man sich vor allem mit dem Erstellen und dem Bearbeiten von Webseiten, Grafiken und Animationen auskennen.
Webseiten bestehen haupsächlich aus Texten, der Menüführung, Grafiken und Animationen.
Alles weitere spielt eine Nebenrolle und kann später erlernt werden. Z.B. das Nutzen von Content Management Systemen wie Drupal, Joomla oder TYPO3, das Arbeiten mit Datenbanken, Programmieren von Skripten (Java, Php etc.),
Man sollte sich den größten Teil des Wissens durch  Büchern und aus dem Internet aneignen z.B. unter Zuhilfenahme von Internet-Foren und Tutorials.
Nachdem man sich das notwendige Wissen angeeignet hat, kann man gleich loslegen. Entweder bewirbt man sich direkt bei Firmen oder gestaltet als selbstständiger Webdesigner Internetauftritte für Unternehmen.
Den Profi-Internetdesigner unterscheidet sich vom Anfänger insoweit, dass der er Webseiten mit klaren zueinander passenden Formen und Farben gestaltet. Ein Profi erstellt Webseiten schnell und gekonnt. Die verwendetet Bilder sind hochwertig und passend; die Benutzerführung (Navigation) einladend und einfach; die Textgebung ist übersichtlich und ansprechend; Schriften sind passend und gut lesbar; die Bereiche der Webseite sind eindeutig und sinnvoll gegliedert; Animationen sind effektvoll aber nicht zu kitchig.
Ein professioneller Internetdesigner denkt auch an die Benutzerfreundlichkeit: D.h. die Seite sollte angemessen schnell laden, auf unterschiedlichen Systemen und Bildschirmeinstellungen ähnlich aussehen, keine Ladefehler aufweisen etc.
Zusammenfassend sollte der Profi Internetauftritte erstellen, die sich (in Bezug auf Ästhetik) mit Webseiten der Marktführern in der jeweiligen Branche messen lassen.
Jeder der professionell Arbeiten kann, hat gute Zukunftsaussichten.
Allgemein gesehen, sehen die Zukunftsaussichten für Webseitenersteller nicht unbedingt schlecht aus. Immer mehr Firmen drängen ins Internet. Mehr und mehr Firmen weiten Ihr Internetgeschäft aus. Webdesigner werden benötigt.
Wenn man sich gut ausbildet und sich erfolgreich bekannt macht, hat man gute Chancen seinen Lebensunterhalt mit diesem Beruf zu verdienen.
Wenn man sich bei Internetagenturen bewirbt, wird man vielleicht erst ein Praktikum absolvieren müssen und vielleicht nicht übernommen, aber wenn man am Ball bleibt oder bereits ein sehr guter Designer ist, hat man gute Chancen, seinen Traum wahr werden zu lassen.
Zwar arbeitet man manchmal als selbstständiger Webdesigner bis spät in die Nacht hinein (siehe Bild), aber weil es eine kreative Tätigkeit ist, verfliegt die Zeit und man merkt die Stunden kaum.
Der normale Tagesablauf sieht in etwa so aus, dass man
- Kundengespräche führt
- grob die Stilrichtung für das kommende Webdesign festlegt
- ein Gerüst für die Webseite herstellt
- ggf. Bilder bei einer Bildagentur auswählt
- Â Animationen erstellt
- ggf. programmiert oder bereits erstellten Programmiercode anpasst oder verknüpft
- Bilder bearbeitet
- Rücksprache mit dem Kunden führt
- sich gelegentlich fortbildet
Bei größeren Agenturen könnte es sein, dass man sich die Arbeit teilt. Jemand ist dann z.B. für die  Animationen zuständig und ein anderer für die Bilder.

Im Großen und Ganzen kann die  Arbeit viel Spaß macht. Man lernt viele Interessant Menschen und Unternehmen kennen; man arbeitet kreativ und man kann sich fortlaufend verbessern.
Kategorie: Sonstiges 14 Kommentare »










am 10. Februar 2009 um 11:32 Uhr | #
Hallo, was die Ausbildung zu Webdesigner betrifft bin ich genau der selben Meinung, wie Du. Hier in Österreich ist es aber kaum möglich ohne ein entsprechendes Schulabschluss-Dokument ein Job in der Agentur zu bekommen, außer ist man auf das Geld nicht wirklich angewiesen und arbeitet nur zum Spaß. Die Ausbildung wird aber nur zu Medienfachmann/Frau angeboten,was, so wie Du sagst, Teilweise für einen zukünftigen Webdesigner reine Zeitverschwendung bedeutet. Webdesigner hassen es grundsätzlich sich mit Print beschäftigen zu müssen und auch Filmschnitt, ob wohl bestimmt interessant, lieber dem Flash weichen sollte.
So wird hier allgemeines “Medien”-Wissen in 4 Jahre Ausbildung gesteckt, aber ein Webdesigner ist man dann noch lange nicht. Mit dieser Ausbildung kann man, hier in Österreich erst einer werden.
am 6. Juli 2009 um 23:56 Uhr | #
Toller Artikel!
Ich bin auch auf dem Weg eine Ausbildung zum “Webdesigner”, schade, dass es kein echter Ausbildungsberuf ist, zu beginnen. Dieser Artikel hat mir einen echten Einblick gegeben und zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg mit meiner learning by doing Taktik bin. Was eventuell noch interessant für diesen Artikel sein kann, ist das Studium der Digitalen Medien/Onlinemdien. Das finde ich auch sehr geeignet um Webdesigner zu werden.
am 5. Oktober 2009 um 23:10 Uhr | #
Hallo,
Webdesigner, oder vielmehr Webdeveloper, ist nicht wirklich ein kreativer Beruf. Denn zumeist gibt es viele Richtlinien. Es gehört eher in die Sparte der Handwerke.
Ein Weg Webdeveloper zu werden, ist die Ausbildung zum Mediengestalter für Digital- und Printmedien. Dort wählt man dann am besten die Fachrichtung Konzeption u. Visualisierung (Digital), sollte man sich auf Grafiken u.Ä. spezialisieren wollen (Diese Fachrichtung ist mit 18% der Auszubildenen nur ein kleiner Teil, oder aber Gestaltung und Technik (80% der Auszubildenen). Der GeTe ist ein echter Allrounder. Größtenteils wird er jedoch für Webprogrammierung usw. genutzt. Sprich er ist nicht studierter Webdesigner.
Die dritte Art des Mediengestalters (Beratung und Planung) ist für diese Fachrichtung minder interessant.
Der Beruf hat nicht nur Vorteile, leider wird das hier nicht deutlich.
Einige Nachteile sind z.B.:
• Vorkenntnisse sind essentiell wichtig! Ohne Vorkenntnisse ist es sehr schwer einen Job zu finden, denn viele Unternehmen suchen eine eierlegende Wollmilchsau.
• Bezahlung kann teilweise sehr miserabel sein. Je nach Unternehmen ist die Bezahlung sogar als lächerlich anzusehen. So verdient eine Auszubildene in meinem Bekanntenkreis gerade einmal 100 Euro/Monat (Brutto). Zwar ist es eine Vergütung, aber sie sollte den Auszubildenen wohl doch schon etwas auffangen, was die Lebenserhaltungen in einer eventuell fremden Stadt betrifft.
• Überstunden können auch je nach Betrieb eingeplant werden. Überstunden sind die Regel und nicht die Ausnahme. Ab und zu wird man die Mitternachtsgrenze knacken dürfen.
Jedoch ist es auch wahr, dass die Arbeit sehr viel Spaß bereitet, WENN man sich dafür interessiert. Ich sehe es als Job an, für den man geschaffen sein muss. Ständiges Weiterbilden ist elementar.
Gruß
am 11. Januar 2010 um 21:55 Uhr | #
Man sollte den Job Lieben und er sollte einen jeden Tag wieder neu fasz
am 27. Januar 2010 um 18:53 Uhr | #
Hey, schöne Zusammenfassung!
Wie siehst du denn die Fähigkeit von Webdesignern zum ingenieursmäßigen Arbeiten? Erlebe es leider zu oft, dass Webdesigner unzuverlässig sind und kein Zeitmanagement beherschen.
Btw. Oben bei dem Wort typo3 hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen.
am 17. Mai 2010 um 15:16 Uhr | #
Vielen Dank!
Der Artikel hat mir einen guten Einblick in dieses Thema gegeben.
Genau sowas habe ich gebraucht
am 19. Mai 2010 um 17:08 Uhr | #
Sehr aufschlussreicher Artikel, danke! =D
Will nach der Schule aufjeden Fall eine Ausbildung als Webdesignerin starten =D Ich denke, ich habe einfach ein Talent dafür =D Bin kreativ und bearbeite sehr gerne Bilder mit Photoshop. Nur beim coden hackts noch ein wenig, aber ich kenne einige Personen in meinem Freundeskreis, die mir das beibringen könnten =D
Adobe Dreamweaver usw. habe ich zwar nicht, aber nun gut =P
am 21. November 2010 um 04:10 Uhr | #
Toller Artikel!!!
Vielen Dank fuer die ausserst hilfreiche Darstellung!
Wuensche viel Erfolg,
flashi:)
am 11. Dezember 2010 um 15:54 Uhr | #
Kannst du mir Webdesignschulen empfehlen füe ein Fernstudium? Bei den vielen Angeboten blick ich nicht wirklich durch.
Danke
am 12. Dezember 2010 um 04:11 Uhr | #
Leider nein.
am 8. Februar 2011 um 11:58 Uhr | #
guter text ….
ich habe eine frage :
ich bin 16 und werde meinen realschulabschluss bald haben.
und gehe auf eine wirtschaftsschule.
mich würde interrresieren was man da so für berufe im bereich computer machen kann.
lg lucas
am 9. Dezember 2011 um 00:47 Uhr | #
Hallo, ich heisse Filip. Ich bin 14 jahre alt und mochte auch ein Webdesigner sein. Ich habe schon viel Erfahrung mit Internet Seiten erstellen. Ich kann html, css und ein bisschen auch php. Ich glaube ich habe gute zukunftchancen und ich will mehr in dieser Richtung lernen… Welche schule soll ich dann nach die Hauptschule besuchen? Auf ersten Blick auf die Broschore wollte ich in htl-grieskirchen oder perg gehen. Leider haben die zwei Schulen nicht viel mit Webdesign zu tun : ( Habt ihr vielleicht Vorschlage fur meine Situation?
am 30. Dezember 2011 um 15:22 Uhr | #
Guten Tag, erstmal danke für diesen Artikel. Ich hätte jetzt noch ein paar Fragen, ich hoffe sie können sie mir beantworten.
1.Frage: Ich mache 2014 meinen Werkrealabschluss. Kann man mit einen WRS-Abschluss auch eine Hochschule für Grafiken uws. besuchen?
2.Frage: Man arbeitet von Zuhause aus bei diesen Beruf oder?
3.Frage: Wenn man jetzt ein Studium erfolgreich abgeschlossen hat, wie macht man sich am besten selbst Ständig? Soll man da zbw. eine eigene Webseite erstellen, wo man seine Leistungen anbietet? Oder lieber im Internet schauen welche Unternehmen eine/n Webgrafiker/in suchen und sich dann beim Unternehmen melden?
4.Frage: Wenn man diesen Beruf ansterbt, sollte man sich noch einen anderen Job suchen oder ist die Vergütung in diesen Beruf so gut das man sich zbw. eine Wohnung leisten kann?
Mit freundlichen Grüßen,
Valerie Hochsticher
am 30. Dezember 2011 um 16:27 Uhr | #
Hier meine Meinung:
zu 1. Keine Ahnung: Hochschulen sind eigentlichen für Leute mit Abi oder Fachabi. Aber vielleicht täusche ich mich da!
zu 2. Kommt darauf an was man mit dem Arbeitgeber vereinbart. Falls Sie selbstständig sind, können sie den Beruf sicherlich von Zuhause aus machen.
zu 3. Einfach Gewerbe beim Gewerbeamt anmelden. Und wenn man dann selbstständig ist, sollte man sich schon eine Webseite erstellen und in den Suchmaschinen hochbringen. Wenn man Firmen direkt anschreibt, könnten das unerwünschte Benachrichtigungen sein mit entsprechenden Konsequenzen (ich glaube dazu gab es seit kurzem ein Gerichtsurteil).
zur 4: Vergütung hängt von vielen Faktoren ab. Vor allem wie gut man ist und sich selbst verkaufen kann.