Spamschutz – Spam E-Mails mit Antispammaßnahmen verhindern, blockieren und filtern

Als Webdesigner oder Suchmaschinenoptimierer sollte man auch dafür sorgen, dass die eigenen Kunden durch den neuen Internetauftritt so wenig Spam wie möglich erhalten. Es folgen daher 10 effektive Maßnahmen, wie man Spam zu einem großen Teil verhindern, blockieren und filtern kann.
1. Schreiben Sie, wo möglich, die E-Mail-Adresse nicht im Klartext auf die Webseite. Gerade im Impressum, Footer und auf der Kontaktseite werden häufig E-Mail-Adressen angegeben, die von Spambots (Programme welche im Internet nach E-Mail-Adressen suchen) ausgelesen werden können. Als effektive Antispam-Maßnahme könnte man hier den Klartext der E-Mail-Adresse verschleiern.
Z.B. könnte man die E-Mail-Adresse
- als Bild einfügen
- oder als Text einfügen z.B. so: beispiel[at]beispiel-musterseite.ccc
- oder so einfügen , dass die Anzeige der E-Mail-Adresse durch Javascript dargestellt wird (z.B. mit diesem Tool)
- oder so verschleiern, das man im Html-Code etwas ändert z.B. so:
info<span style="display: none;">( Diesen Text inklusive Klammern löschen )</span>@<span style="display: inline;">bsp.ccc</span>
Bezüglich des Impressums bleibt meines Erachtens die rechtliche Situation unklar. Die europäische Rechtsprechung hat zu der veränderten Darstellung der E-Mail-Adresse z.B. durch Bilder, Javaskript etc. noch zu kein eindeutigen Urteil gefällt (zumindest kenne ich Keines). Jeder der also seine E-Mail-Adresse im Impressum verfremdet geht ein gewisses Risiko ein, abgemahnt zu werden. Die Begründung (so wie ich es verstanden habe): Blinde würden die E-Mail-Adresse mit einem Screenreader nicht auslesen können. Auch bei ausgeschaltetem Javaskript, CSS oder ausgeschalteten Bildern ist die Email-Adresse nicht einwandfrei zu erkennen.
Nach meiner Ansicht wäre folgende Lösung noch am ehesten sinvoll, bei der man Antispammaßnahmen im Html-Code einpflanzt:
info<span style="display: none;">( Diesen Text inklusive Klammern löschen )</span>@<span style="display: inline;">bsp.ccc</span>
Diese Methode der Verschleierung vor Spambots (Programme die automatisch E-Mail-Adressen auslesen) hätte vielleicht vor Gericht wahrscheinlich am ehesten Bestand, da es eher unwahrscheinlich ist, dass jemand das CSS ausschaltet. Ausserdem ist CSS bereits Bestandteil von allen gängigen Browsern, ohne dass es Zusatzsoftware benötigt. Und selbst bei ausgeschaltetem CSS erscheint immer noch die E-Mail-Adresse mit dem Hinweis: (Diesen Text inklusive Klammern löschen). Das alles könnte dann u.U. in der Rechtssprechung berücksichtigt werden und zu einem positiven Urteil führen.
Falls man gar kein rechtliches Risiko eingehen möchte, kann man die E-Mail-Adresse im Klartext schreiben und dann mit den nächsten Tipps fortfahren, um das Spamaufkommen zu reduzieren.
2. Stellen Sie den serverseitigen Spamblocker ein. Häufig kann man im Adminbereich des Webspaceproviders des Webdesignkunden einen bestimmten Spamblocker einstellen. Häufig wird bei diesen Spamabwehrmaßnahmen über einen Spamblocker direkt auf Blacklists (schwarze Listen) zurückgegriffen, um die schwarzen Schafe direkt im Vorfeld auszusortieren (zu blockieren), bevor die E-Mail in den Postkasten kommt.
3. Lassen Sie bestimmte Schlüsselbegriff im Absender, Betreff oder im Text filtern. Bei vielen Webspaceprovidern kann man schon im Vorfeld Spamfilter einstellen, welche bestimmte Schlüsseworte in den E-Mails erkennen, um die E-Mails automatisch löschen zu können, bevor Sie den Postkasten des Empfängers erreichen. Hier sollte man sich mit dem Kunden absprechen, welche Begriffe das sein sollen. Zusätzlich kann der Kunde dies auch in seiner eigenen E-Mailsoftware (Outlook, Thunderbird, Eudora, Pegasus, Incredimail, The Bat etc.) machen, die er zum Abholen der E-Mails nutzt. So wird dann serverseitig und klientenseitig (direkt beim Kunden) gefiltert. Es kann auch eine Whitelist (weiße Liste) angelegt werden, um bekannte E-Mail-Absender nicht zu filtern.
4. Wechseln Sie E-Mailadressen. Richten Sie für Ihren Kunden eine E-Mail ein, die auf eine andere E-Mail-Adresse umleitet. Z.B. leitet institut@…. auf unserefirma@…… um. Im Internet geben Sie dann erstmal nur institut@…… an. Wenn institut@…. zu viele Spam-E-Mails bekommt, tauschen Sie die E-Mail mit einer beliebigen anderen Adresse aus z.B. organisation@….. .
Der Kunde sollte nur seinen vertrauenswürdigen Kontakten die unserefirma@…. Adresse geben. Im Internet steht aber erstmal nur institut@….. (kurzfristige Mail-Adresse). Diese Maßnahme sollte selbstverständlich nur in Abstimmung mit dem Kunden erfolgen. Es handelt sich um eine radikale (aber hochwirksame) Methode, um Spam zu bekämpfen. Jedoch sollte der Kunde sicherstellen, dass niemand, der kein Spammer ist, noch die alte E-Mail-Adresse hat.
5. Geben Sie, falls möglich, nicht die E-Mail-Adresse Ihres Kunden an, wenn Sie ihn für Webkataloge, Online-Branchenbücher, Fachverzeichnisse oder ähnliches eintragen. Häufig verlangen Webkataloge, Branchenbücher etc., dass man die E-Mail-Adresse einträgt. Falls dies nur zur Bestätigung des Eintrages geschehen soll, reicht es aus, wenn man seine eigene E-Mail-Adresse einträgt. Ihr Webdesign-Kunde mag vielleicht nicht die Zeit besitzen, um das Spamaufgebot zu beherrschen. Da sind Sie doch bestimmt viel besser dran und können die Spamlast auf sich nehmen und professionell filtern.
6. Geben Sie E-Mail-Adresse so wenig wie möglich an. Sagen Sie Ihrem Kunden Bescheid, dass er die geschäftliche E-Mail-Adresse so wenig wie möglich weitergeben soll.
7. Nutzen Sie Kontaktformulare mit professionellem Spamschutz. Kontaktformulare können z.B. einen Bildercode aufweisen, dessen Nummern und Zahlen man eingeben muß, bevor man die E-Mail abschicken kann. Aber auch skript-interne Vorsichtsmaßnahmen können ergriffen werden. Nutzen Sie daher professionelle Skripte, die verschiedene Filter einsetzten.
8. Verwenden Sie keine gewöhnlichen E-Mail-Adressen. info@, kontakt@, mail@ und service@ werden häufig von den Spambots ausprobiert. So können Sie also Spammail erhalten, auch wenn Sie nirgends anderswo auf der Webseite Ihre E-Mail-Adresse darstellen. Nehmen Sie also ungewöhnliche E-Mail-Adressen wie z.B. mk123@….
9. Klicken Sie auf keinen Link in der Spammail und antworten Sie auch nicht. Damit würden Sie nur bestätigen, dass dieser E-Mail-Account erreichbar war und die Spam-E-Mail gelesen wurde, was den Spammer dazu veranlassen könnte, noch mehr Spam zu schicken oder sogar Ihre E-Mail-Adresse anderen Spammern anzubieten. In einigen Fällen, wenn Sie der Quelle absolut vertrauen, können Sie auf den Link am Ende der unerwünschten Mail klicken, der angeboten wird, um den Newsletter oder ähnliches abzubestellen.
10. Sperren Sie zusätzlich die Impressumsseite vor Robots. Mit dem robot.txt oder mit dem Metatag <META NAME=”ROBOTS” CONTENT=”NOINDEX,FOLLOW”> können Sie verhindern, dass Ihre Seite von z.B. Google aufgenommen wird. Viele Spammer suchen per Google Impressumsseiten, wo die E-Mail häufig im Klartext steht. Dies gilt es zu verhindern.
Ich hoffe diese 10 Punkte helfen weiter.
Alle Angaben ohne Gewähr.
Stand der oben erwähnten Information: 05.12.11
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