WebdesignerZu meiner PersonWebdesignpreiseWebdesignreferenzenBlogKontakt

  

 

16 SEO-Tipps, wie man überoptimierte Webseiten vermeidet

So wie Matt Cutts (der Hauptverantwortliche gegen Spambekämpfung bei Google) angekündigt hat, wird Google in der nächsten Zeit stärker gegen überoptimierte Webseiten vorgehen, also gegen Seiten, bei denen zu viel Suchmaschinenoptimierung stattgefunden hat (Quelle).

[Nachtrag: Heute bekannt als “Pinguin” bzw. “engl. Penguin”-Update vom 24.04.12, wobei sich einige der hier veröffentlichten Tipps auch auf das Panda 3.5-Update beziehen, welches im gleichen Zeitraum veröffentlicht wurde]

Man sollte daher wissen, welche Signale dazu führen, dass Webseiten abgestuft werden, also bei der Googlesuche auf niedrigen Plätzen landen.

Es geht somit darum etwas unperfekt zu sein.
Homepage Überoptimierung

  1. Struktur vermeiden: Der Meta-Titel sollte nicht auf jeder Seite haargenau dem Titel der Seite (H1), dem Dateinamen und dem Alttext in Bildern gleichen. Man sollte hier also besser ein bisschen spielen und auch mal Synonyme oder grammatische Abwandlungen verwenden (z. B. “Webdesigner Hamburg” im Meta-Titel und “Hamburger Webdesigner” im Alttext)
  2. Linktausch limitieren: Linktausch sollte limitiert werden. Hier und da mal ein Linktausch ist ok, aber er sollte eher vernachlässigt werden, da er zur Abstrafung bei Google führen kann.
  3. Zu viele Keywords vermeiden: Vermeide zu viele Keywords auf den entsprechenden Unterseiten. Man sollte sich lieber auf eine oder zwei Keywordkombinationen je Unterseite konzentrieren (aber bitte Punkt 1 beachten).
  4. Auf natürlichen Titel achten: Im Header sollte der Titel authentisch klingen. Nicht manipuliert! Nicht spammy! Ein mit Keywords vollgestopfter Titel ist schlecht. Ruhig mal den Firmennamen nach vorne und dann eine kurze Aussage oder eben 2 bis 4 Wörter, die es auf natürliche Weise beschreiben. Bitte darauf achten, dass der Titel nicht 68 Zeichen überschreitet.
  5. Longtail einsetzen: Lieber auf Longtail-Optimierung achten, indem man mehr Unterseiten für andere (relevante) Keywords erschafft. Also wenn man z. B. Webdesigner ist, kann man eine Unterseite erschaffen, in der man beschreibt, was für ein CMS-System man verwendet und alles dazu schreibt. Dann macht man eine weitere Webseite, in der man beschreibt, was man für Shopsysteme verwendet und alles dazu schreibt.
  6. Relevanz: Die Landingpage (Seite, auf die jemand kommt, nachdem er auf den Link bei Google geklickt hat) sollte wirklich das abhandeln, worauf die Seite SEO-technisch optimiert wurde. Hier sollte man wirklich wertvollen Inhalt zu dem Thema anbieten. Was man also nicht machen sollte, ist die Webseite für bestimmte Begriffe zu optimieren, die nicht zur Seite selbst passen. Man kann die Relevanz gut an der Bouncerate ablesen (wie viele Leute schnell abspringen bzw. die Seite besuchen und dann wieder verlassen). Diese Rate kann man mit Google-Analytics-Statistiken ablesen.
  7. Setze soziale Signale: Man sollte in Communities wie z. B. Facebook, Qype, Eine gute Frage, Google+ etc. erwähnt werden.
  8. Freshness Signale einbauen
  9. Auf das Linkprofil achten: Das Linkprofil sollte variieren. Wichtig sind unterschiedliche Quellen für Links (z. B. Zeitungsartikel, Webkataloge, Blogs, relevante Webseiten etc.) mit unterschiedlichen Linktiteln (also nicht immer der gleiche Linktext!!!). Auch mal ruhig mit dem Linktext “hier klicken” oder “diese Seite” (dies ist natürlicher und der Text in der nähe des Links wird wahrscheinlich auch gezählt). Nur ca. 2 von 10 Links sollten im Linktitel Moneykeywords enthalten, also umkämpfte Begriffe bzw. in den meisten Fällen Schlüsselbegriffe, die das eigene Business beschreiben. Wichtig ist auch, dass die Webseiten, die auf einen verlinken, themenrelevant sind. Aber auch die interne Verlinkung ist wichtig. Als SEOs wissen wir, dass eh nur der erste Linktext genommen wird, der auf eine andere Unterseite in der gleichen Domain verweist. Darum bringt es nichts, noch weitere Links auf der Seite auf die gleiche Unterseite zeigen zu lassen, in der Hoffnung, dass auch dieser Linktext ins Gewicht fällt. Auch hier sollte der Linktext natürlich sein.
  10. Footerlinks minimieren: Im Footer sollten nur die Dinge verlinkt werden, die man dort auch erwarten würde, also AGB, Impressum, Datenschutzerklärung etc.
  11. Schrift gut lesbar gestalten: Eine schlecht lesbare Minischrift, nur um noch mehr Keywords rein zu bekommen, ist out.
  12. Unterseiten, die nur für die Suchmaschinen gemacht wurden, sollten entfernt werden. Googles Technologie ist sehr ausgereift und merkt, wenn eine Seite nicht wirklich gelesen wird. Das gleiche gilt für Blogs, die nicht wirklich lesenswert sind.
  13. Keine Signaturlinks mehr. Signaturlinks in Communities wie z. B. Foren sollten nicht mehr verwendet werden (höchstens mit der eigenen Firmenbezeichnung bzw. dem eigenen Namen).
  14. Kommentar- oder Gästebuchlinks minimieren (vielleicht sogar gar nicht mehr).
  15. Zu ähnliche Seiten vermeiden: Beispiel: Seite A ist auf Gebrauchtwagen Hamburg optimiert und die andere Seite auf “gebrauchte Wagen Hamburg”. Das ist schlecht.
  16. Ruhe bewahren wenn man in den Suchergebnissen absackt: Man sollte nicht sofort auf der eigenen Seite etwas ändern. Ich vermute, dass es für Google ein eher negatives Signal ist, wenn man laufend den Meta-Titel ändert oder auch sonst ständig an der Seite herumdoktert nur weil man in den Suchergebnissen abgerutscht ist. Was man aber definitiv tun sollte, ist die oberen Kriterien auf übermäßiges SEOing zu überprüfen und zu korrigieren.

Ich hoffe diese Tipps können dabei helfen eine Überoptimierung zu vermeiden.



Kategorie: SEO 8 Kommentare »

8 Reaktionen zu “16 SEO-Tipps, wie man überoptimierte Webseiten vermeidet”

  1. weblarus

    Schöne Zusammenfassung! Man sollte unbedingt auf eine möglichst natürliche Google-Optimierung achten. Die Tipps sind mit Sicherheit hilfreich …

  2. Berliner Junge

    Vor allem Punkt 9 finde ich sehr wichtig. Ich leibe die allgemeine Panik wenn man mal einige Plätze verliert, vor allem im Prozess des Link-Aufbaus. Ich habe nun einfach mehrfach die Erfahrung gemacht, dass es immer mal hoch und runter geht. Man sollte ja auch nie vergessen, dass es ja auch häufig Konkurrenz gibt, die auch nicht schläft, vor allem wenn man dann mal weiter oben ist. Ich arbeite in der regel einfach ruhig weiter und nehme meine Schritte vor, panische größere Änderungen gingen in der Vergangenheit eher schief.

  3. Robert M.

    Hallo, ein gut gemachter Handlungsleitfaden. In Zeiten von Panda und Pinguin Updates ganz brandaktuell.

  4. Michael

    Ist wirklich eine gute Zusammenfassung. Ich bin aber mal gespannt, ob es bei dem Update bleibt. Denn es ist meiner Meinung gerade so, dass Google einige Sachen auch “falsch gemacht” hat. Bei einer Domain habe ich gesehen, dass momentan immer eine falsche Seite rankt (wahrscheinlich weil die eigentlich passende überoptimiert ist). Aus Nutzersicht, ist das allerdings ein wenig bescheiden…

    LG Michael

  5. Marcel Webdesigner

    Vielen Dank für die Zusammenfassung, seit dem Update von Google hat es wirklich einige Seiten erwischt, auch sehr große. Viele Seiten mit automatisch erzeugten Backlinks sind allerdings immer noch on top.

  6. Frank

    Erstklassige Zusammenfassung! Danke dafür. Viele meiner Kunden arbeiten in SEO-Sachen selbst an Ihren Homepages mit. Werde Sie auf die Seite hinweisen.

    Groß, Frank

  7. Michael

    Interessanter Beitrag. Vor allem an Geduld fehlt es oft. Oftmals werden die Seiten mit Keywords vollgestopft, die H1, der Title geändert und 10 Backlinks eingetragen. Wenn dann nach wenigen Tagen nicht der gewünschte Erfolg eingetroffen ist werden weitere Backlinks und Keywords eingepflegt. So leicht ist es leider nicht mehr. Ich denke gerade der Social Media – Aspekt spielt eine viel größere Rolle als man annimmt.

  8. Astrid Radtke

    Auch wenn der Beitrag schon älter ist, hat er an seiner Aktualität noch nichts verloren, zumal es wohl seit Februar ein neues Update zu Panda gibt (?).

    Zu Punkt 6 möchte ich allerdings eine Anmerkung machen. Ich würde mich auch als Leser tierisch drüber aufregen, wenn ich eine Seite zu einem Thema finde, das mich interessiert und dann steht dort kaum etwas zum gesuchten Thema.

    Da muss ich nicht Panda heißen, nie wieder zu diesem Blog zu gehen, wenn ich nur für Aufrufzahlen sorgen soll.
    Vor daher gesehen ist Panda in erster Linie nutzerfreundlich und unterstützt somit die Grundlage der social media: Informationen (!) teilen.


Kommentar schreiben

Kommentar (Bitte mindestens 3 Sätze)